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Was sind Chatbots?

Sie gelten als die neuen Apps und doch existiert die Technologie bereits seit mehreren Jahren. Einer der ersten Chatbots war ELIZA  (1966) – ein Programm, das ein Gespräch mit einem Psychotherapeuten simulierte. Doch was sind Chatbots und wie unterscheiden sie sich? 

Bevor wir verstehen was Chatbots sind, sprechen wir erst einmal über Bots:

Egoshooter-Fans erinnern sich noch an die Zeiten der Lan-Parties. Nicht genug Mitspieler? Kein Problem! Wir bringen einfach ein paar „Bots“ in das Spiel. Bots waren in diesem Zusammenhang künstliche Mitspieler, die von dem Computer gesteuert wurden. Bots  – die Kurzform von Roboter – sind Programme, die autonom mit Systemen oder Nutzern interagieren.

Andrew Leonard beschreibt Bots in in seinem Buch „Bots: The origins of new species“ folgendermaßen:  „A bot is a software version of a mechanical robot. Like a mechanical robot it is guided by algorithmic rules of behavior – if this happens, do that; if that happens, do this. But instead of clanking around a laboratory room bumping into walls, software robots are programs that maneuver through cyberspace, bouncing off of communication protocols and operating systems. […] [Bots] are variously designed to carry on conversations, act as human surrogates, or achieve specific tasks – in particular, to seek out and retrieve information. Bots entertain, annoy, work and play.“

 

Okay, aber was macht CHAT-bots dann so besonders? 

Der große Schwerpunkt bei Chatbots liegt in der Konversation. Man spricht hier auch oft von „Conversational Interfaces“.  Autonome Programme, die auf Sprachsteuerung oder Texteingabe reagieren. Doch Dialogsysteme sind keine Weltneuheit – woher kommt also plötzlich die Begeisterung? Ganz einfach: wir haben uns verändert. Durch Whatsapp & Co gewöhnen wir uns immer mehr an Chat-Eingabemasken bzw. Conversational Interfaces. UX-Designer gestalten nicht mehr nur Oberflächen für Eingabemasken sondern bald entwerfen sie auch immer mehr Konversationen.  Über das Warum der Chatbots folgt demnächst ein weiterer Blog-Artikel.

Und konkret im Kontext eines Instant-Messengers?

Chatbots, die autonomen Persönlichkeiten ersetzen die Eingabemaske für einen Dienst.

Man unterscheidet Chatbots noch in regelbasierte Chatbots und in Chatbots mit künstlicher Intelligenz.

Alexa, warum ist der Himmel blau?

Prominente Beispiele dafür sind Alexa oder Siri. Zwei Chatbots, die – per Spracheingabe – den Alltag ihrer Nutzer erleichtern sollen: sie stehen bei Fragen zum Wetter, zu aktuellen Nachrichten oder zur Terminverwaltung zur Seite. Man kann sagen, dass sie zu den „Master-Chabots“ gehören, da man über sie andere auch andere Apps öffnen und steuern kann.

Für die Leute, denen das jetzt zu abstrakt klingt, keine Sorge. Alexa oder z. B. Siri kann man auch mit dem Monster aus dem Film Alien vergleichen. Die Mutter aller Apps auf dem jeweiligen Endgerät. Die „Baby-Aliens“ stehen dann für die Apps, die von dem „Master-Chatbot“ gesteuert werden kann.

1x Chatbot, 1x Anwendungsfall

Im Gegensatz zu Alexa oder Siri gibt es Chatbots, die nur einen Anwendungsfall verfolgen und speziell für eine oder auch mehrere Plattform entwickelt werden. Ein Beispiel hierfür ist Poncho. Eine Katze, die auf Nachfrage das Wetter prognostiziert. Und das auf eine besonders charmante Art und Weise. Man bekommt nämlich nicht nur die nackten Informationen, sondern auch ein animiertes Gif oder einen lustigen Spruch dazu. Die Wetterkatze kann man auch abonnieren so dass man das Wetter abends und oder morgens automatisch erhält. Der Chatbot existiert auf der Facebook-Messenger, als eigenständige App und auf vielen weiteren Plattformen.

Chatbot Poncho

Wettervorhersage mit Witz! Der Chatbot Poncho prognostiziert wann es regnet. Quelle: https://poncho.is/

 

 

Zusammenfassung der Chatbot-Arten:

Textbasierte Chatbots (Unterscheidung zwischen: Freitext und Kommunikation via vorgegebenen Buttons)

Voicebasierte Chatbots/Assistants